Qualität des Lebens für Menschen mit Behinderung

erfasst/geändert am 29.10.2018
Neues Befragungsinstrument auch für Menschen mit sehr schweren und mehrfachen Behinderungen...
Qualität des Lebens für Menschen mit Behinderung

Qualität des Lebens für Menschen mit Behinderung

Qualität des Lebens für Menschen mit Behinderung

Qualität des Lebens für Menschen mit Behinderung

„Personal Outcomes Scale“ (POS)
Wie kann es gelingen, Menschen mit Assistenzbedarf, deren Unabhängigkeit als Person, ihre gesellschaftliche Teilhabe und ihr Wohlbefinden zu stärken? Und, wie kann man überprüfen, ob dies gelingt? Fragen, die sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verbund Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Behinderung der Stiftung Haus Lindenhof immer wieder stellen, weiß Verbundleitung Wohnen Johannes Blaurock. Ein neues, wissenschaftlich fundiertes und konsequent klientenzentriertes Befragungsinstrument ist für sie dabei wichtig geworden. Die „Personal Outcomes Scale“ (POS) ist ein in Belgien, an der Hochschule Gent entwickeltes Messinstrument, zur Erfassung der individuellen Qualität des Lebens von Menschen, das mittlerweile internationale Beachtung gefunden hat.

Auch für Menschen die sich in der gängigen verbalen Sprache nicht ausdrücken können
Anhand von 48 Fragen zu acht definierten Lebensbereichen, den sogenannten Domänen, führen qualifizierte Teilhabebegleiter Interviews zur individuellen Erfassung der Qualität des Lebens. Da in Wohnhäusern der Stiftung auch Menschen mit sehr schweren und mehrfachen Behinderungen leben, sind herkömmliche Interviewformen selbst dann, wenn sie in ‚leichter Sprache‘ verfasst sind, kaum anzuwenden. Generell gäbe es in der Kommunikation mit schwer- und mehrfach behinderten Personen noch relativ wenig Erfahrung bei Befragungen, bedauert Blaurock. Deshalb will die Stiftung mit ihrem Kooperationspartner, dem Sozialwerk St. Georg in Gelsenkirchen und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Gent, an einer entsprechenden Weiterentwicklung von POS arbeiten. In diesem Zusammenhang besuchten der Niederländer Remco Mostert von POS Nederland und Frank Löbler vom Sozialwerk St. Georg die Stiftung Haus Lindenhof. Ziel ist es, unter Einsatz unterschiedlichster Methoden und Mittel der Unterstützten Kommunikation, die Lebensqualität auch von Menschen zu erfassen, die dies in der gängigen verbalen Sprache nicht ausdrücken können.

Projektfahrplan über zwei Jahre vereinbart
Im Rahmen ihres zweitägigen Besuches in der Stiftung Haus Lindenhof wurde ein Projektfahrplan über zwei Jahre vereinbart, darüber hinaus besichtigten Mostert und Löbler den Förder- und Betreuungsbereich Luise von Marillac und auch ein Erfahrungsaustausch mit zertifizierten Interviewern der Stiftung stand auf dem Programm.



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