Baggerbiss für die neue Senioren-WG in Aalen

vielversprechend

Selbstbestimmt leben in familiärer Atmosphäre – unter diesem Motto plant die Stiftung Haus Lindenhof nun eine weitere ambulant betreute Senioren-Wohngemeinschaft im Westlichen Stadtgraben in Aalen. Die bereits bestehende Wohnmöglichkeit „Am Kappelberg“ in der Spessartstraße Aalen-Wasseralfingen sowie die Senioren-WG „An der Jägerstraße“ in Heubach dienen hierbei als Vorbild. In der ambulant betreuten Senioren-WG leben Seniorinnen und Senioren mit einem Unterstützungs- und Versorgungsbedarf in einer kleinen, überschaubaren, familiär geprägten Gemeinschaft zusammen und werden im täglichen Leben unterstützt.

Direktor Hermann Staiber, Vorstand der Stiftung Haus Lindenhof, erklärt: „Unser Ziel ist es, älteren Menschen ein sicheres Leben im Alter zu bieten – in Gemeinschaft und gleichzeitiger Individualität“. Der Neubau beinhaltet zwölf Einzelzimmer mit 22qm oder 25qm Wohnfläche, je mit eigenem Bad und WC sowie große Gemeinschaftsräume, etwa Küche und Wohnzimmer. Zusätzlich plant die Stiftung Haus Lindenhof den Bau von drei Mietwohnungen über der barrierefreien Senioren-WG. Auch Verhinderungspflege wird in der neuen Senioren-WG angeboten werden. Die Gesamtbaukosten belaufen sich hierbei auf rund 3 Millionen Euro. Hierzu förderten das Deutsche Hilfswerk 300.000 Euro und das Land Baden-Württemberg 100.000 Euro.

Ein Ort des Zusammenlebens

Laut Konzeption des Neubaus können pflegerische Aufgaben durch beauftragte ambulante Dienste vergeben werden. Auch Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler betonte, dass die Senioren-WG ein Ort des Zusammenlebens werden solle, der Teilhabeplanung ermögliche und selbstbestimmtes Wohnen als Teil der Stadtgemeinschaft realisiere. Zudem hob Rentschler die gute Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus Lindenhof hervor und legte dar: „Hier entsteht am zweit schönsten Platz Aalens – nach dem Rathaus – eine neue, zukunftsträchtige Wohnform“.

Ein wichtiger Faktor der neuen Senioren-WG: der Bezug in den Sozialraum. „Wir legen sehr großen Wert darauf, dass unsere Mieterinnen und Mieter Teil der Gemeinde vor Ort sind. Sei es in der Kirchengemeinde, bei Vereinen oder anderen Möglichkeiten“, betont Direktor Jürgen Kunze, Vorstand der Stiftung Haus Lindenhof. Infolgedessen wird eine Lücke in der Pflegelandschaft geschlossen und entspricht gleichzeitig dem Trend zur Personenzentrierung und Individualisierung. „Altwerden soll in unserer Region und Gesellschaft kein Prozess sein, vor dem sich Menschen fürchten. In der Senioren-WG erfahren die Menschen Gemeinschaft – keine Ausgrenzung oder Vereinsamung“, so Kunze weiter.

Nach dem Baggerbiss am 18.06.2020 bestrebt die Stiftung Haus Lindenhof, die ambulant betreute Senioren-Wohngemeinschaft im Jahr 2021 zu eröffnen.

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