Im „Technologiepark Gmünd West“ ist ein neuer innovativer Ort des Lernens entstanden

„Wirtschaft und Soziales gehören verzahnt zusammen“

„Hier ist ein neuer Ort des Lernens entstanden, an einem Standort, der nicht nur für die Martinus Schule und die Stiftung Haus Lindenhof Fortschritt und Wandel bedeutet, sondern auch für Schwäbisch Gmünd“, freut sich Prof. Dr. Wolfgang Wasel, Vorstand der Stiftung Haus Lindenhof bei der Einweihung einer neuen Außenstelle der Martinus Schule im GmündTech im „Technologiepark Gmünd West“.

Als das VGW-Gebäude vor fast 25 Jahren geplant wurde, sei die Vision klar gewesen: Schwäbisch Gmünd sollte sich weg von der rein traditionellen Industrie, hin zu Technologie, Innovation und Vernetzung verändern. „Heute erweitern wir diese Vision und stellen die Teilhabe von Schülerinnen und Schülern mit höherem Assistenzbedarf mitten hinein in das GmündTech. Wir zeigen, dass Fortschritt nicht nur aus Chips und Maschinen besteht, sondern auch daraus, wie jeder Mensch mit seinen individuellen Stärken dazu beitragen kann, damit Fortschritt gelingt. Denn: Fortschritt baut auf Bildung.“, so der Stiftungsvorstand. Bildung sei ein Menschenrecht und benötige die passenden Umsetzungsmöglichkeiten. Und auch Teilhabe sei kein Randthema; Teilhabe fände dort statt, wo gearbeitet, gelebt und gestaltet werde. Deshalb sei es ein besonderes Anliegen, mit den umliegenden Firmen in Kontakt zu treten und Netzwerke aufzubauen, denn Wirtschaft und Soziales gehören immer verzahnt zusammen, betonte Wasel.

Auch Oberbürgermeister Richard Arnold hob hervor: „Gemeinschaft bilden und Gemeinschaft wagen geht nur im Miteinander.“ Das Gebäude stehe für wirtschaftliche und soziale Innovation. Celestino Piazza, Chef der Vereinigten Gmünder Wohnungsbau (VGW) erinnerte daran, dass das Gebäude 2002 bewusst flexibel und für eine vielseitige Nutzung gebaut worden sei. In einem Miteinander sei jetzt eine gute Mischung aus Technik, Gesundheit und Bildung in diesem Gebäude entstanden.

Aktuell unterrichten und fördern hier zehn Sonderschul- und Fachlehrer:innen sowie betreuende Kräfte, 14 Schüler:innen im Alter von elf bis 16 Jahren in zwei Klassen altersübergreifend und projektorientiert. Diese Erweiterung der Martinus Schule sei auch notwendig geworden, weil die Schülerzahl mittlerweile von 68 auf 104 angewachsen sei, sagte Konrektorin Julia Halwax und dankte allen, die die Einrichtung dieser neuen Außenstelle und die Arbeit dort unterstützt haben und unterstützen. Ein eigener Schulbus helfe dabei, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und regelmäßig Ausflüge zu unternehmen, freute sie sich.