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Baufortschritt

Richtfest in Bargau

„Ein Richtfest ist ein ganz besonderer Moment, es ist der Augenblick in dem aus Plänen und Zeichnungen sichtbare Wirklichkeit wird“, freut sich Hermann Staiber, Vorstand der Stiftung Haus Lindenhof beim Richtfest für den Neubau eines Wohnhauses für Menschen mit Behinderung im Stadtteil Bargau. „Heute ist ein besonderer Tag nicht nur für die Stiftung Haus Lindenhof, sondern vor allem für die Menschen mit Behinderung, die hier ein neues Zuhause finden werden“, so Staiber weiter. Hier entstehe für sie ein Ort der ihnen Geborgenheit schenke und selbstbestimmtes Leben. Nachdem das Bischof-Ketteler-Haus in der Goethestraße in weiten Teilen nicht barrierefrei ist, plant die Stiftung zwei Ersatz Neubauten: in Bargau und beim Wasserturm in Wetzgau.
„Ich möchte alle einladen, das Thema Sozialstaatsreform aktiv zu begleiten, um einseitige Kürzungen zu verhindern“, sagte Landrat Dr. Joachim Bläse in seinem Grußwort mit Blick auf die aktuellen politischen Reformdebatten: „Wir müssen aufpassen, dass wir unser Geld nicht an der falschen Stelle ausgeben.“ Ein funktionierender Sozialstaat müsse dafür sorgen, dass auch diejenigen, die den größten Unterstützungsbedarf haben, ihre Unterstützung auch bekommen, forderte Bläse, dem das Thema Teilhabe sehr am Herzen liegt.
„Inklusion, wie wir sie verstehen, bedeutet, dass alle dazugehören“ sagte Bürgermeister Christian Baron. Es gehe darum, die Menschen immer wieder für das Thema zu sensibilisieren. Dabei dürfen und sollen alle mitmachen. Beim Thema Inklusion habe man nie alles erreicht.
Im Rückblick auf die Grußworte von Landrat Dr. Bläse und Bürgermeister Baron freute sich Stiftungsvorstand Prof. Dr. Wolfgang Wasel in seinen Schluss- und Dankensworten, dass „die kommunale Politik so hinter dem Thema Inklusion steht“. In ihren Beiträgen habe man gemerkt, dass das Thema ihnen wirklich am Herzen liege.
Bei Bau des neuen Wohnhaues sei die Halbzeit erreicht, trotz zweimonatiger, wetterbedingter Pause liege man sowohl im Zeitplan als auch im vorgegebenen Kostenrahmen, so Architekt Marc Strohmaier vom Büro Hermann-S- Architektur. Die architektonische Gestaltung des Neubaus vereine Nachhaltigkeit und Funktionalität und berücksichtige neben Barrierefreiheit auch wohnliche Atmosphäre mit Rückzugsmöglichkeiten und Gemeinschaftsflächen, die Begegnungen und Austausch fördern.
Es entsteht ein Wohngebäude mit vier Wohneinheiten für insgesamt 24 Personen. Die geplanten Baukosten liegen bei rund 5,2 Mio. Euro. Das Projekt wird unterstützt durch Zuschüsse des KVJS. Hier wurde ein Zuschuss in Höhe von knapp 1,9 € zugesichert.