FSJ: Aus der Ukraine auf den Lindenhof

erfasst/geändert am 02.09.2016
In den Einrichtungen der Stiftung arbeiten Freiwilligendienstleistende aus sechs verschiedenen Ländern. Eine davon ist Veronika Zhylinska aus der Ukraine...
FSJ: Aus der Ukraine auf den Lindenhof

FSJ: Aus der Ukraine auf den Lindenhof

FSJ: Aus der Ukraine auf den Lindenhof

FSJ: Aus der Ukraine auf den Lindenhof

In der Urkraine Architektur studiert
Veronika Zhylinska ist 26 Jahre alt und kommt aus der Ukraine. Zur Zeit leistet sie ein Freiwilliges Soziales Jahr im Haus Gabriel, einem Wohnhaus für Menschen mit Behinderung der Stiftung Haus Lindenhof. Zuvor hat sie in der Ukraine, an der Universität in Odessa, Architektur mit dem Schwerpunkt Städtebau studiert. Vor dem Krieg hatte sie einen guten Arbeitsplatz. Heute ist das Architekturbüro geschlossen. Die beruflichen Perspektiven, vor allem für gut ausgebildete junge Menschen, sind sehr schlecht geworden. Viele verlassen deshalb das Land, berichtet sie.

Freiwilliges Engagement in der Ukraine
Ehe sie sich entschloss, sich über die Internationalen Freiwilligendienste der Initiative Christen für Europa e.V. (ICE) für ein Freiwilliges Soziales Jahr in Deutschland zu bewerben, engagierte sie sich bereits in der Ukraine freiwillig für krebskranke Kinder und Waisen.

Mit dem Internationalen Freiwilligendienst nach Deutschland
Der Internationale Freiwilligendienst war für sie die einzige Möglichkeit nach Deutschland zu kommen, dem Land, aus dem ihr Großvater stammt. Die Arbeit in der Wohngruppe macht ihr großen Spaß.

Viel Spaß bei der Arbeit
„Ich bin glücklich mit meinen Kolleginnen und Kollegen, sie sind die Besten!“, sagt sie. Und umgekehrt schätzen sie Veronika Zhylinska sehr. Sie sei sehr engagiert, diszipliniert, zielstrebig und geduldig im Umgang mit den Bewohnern. Und auch die einzige Bewohnerin und die acht Bewohner der Wohngruppe mögen sie sehr. Sie hat mittlerweile sehr gut deutsch sprechen gelernt, denn das sei wichtig bei der Arbeit mit Menschen.

Zu wenig Freiwilligendienstleistende
Für die Wohnhäuser für Menschen mit Handicaps ist es immer schwieriger ausreichend Praktikanten oder Freiwilligendienstleistende zu finden, weiß Christine Dolderer de Huaylinos aus ihrer täglichen Arbeit. Die Heilpädagogin betreut die Freiwilligendienstleistenden in den drei Wohnhäusern auf dem Lindenhof.

Blick über den Tellerrand
Viele junge Menschen, vor allem in osteuropäischen Ländern, hätten großes Interesse, über den Tellerrand zu schauen und andere Länder kennen zu lernen, sagt sie. „Sie wollen eine neue Kultur erleben, ihre Sprachkenntnisse erweitern, in soziale Arbeit schnuppern oder sogar eine Fachkraftausbildung absolvieren.“ Die Initiative Christen für Europa e.V. (ICE) organisiert einen solchen Jugendaustausch.

Große kulturelle Unterschiede
Die kulturellen Unterschiede zwischen beiden Ländern seien groß, stellt Zhylinska fest. „In Deutschland arbeiten die Menschen viel, bekommen auch gute Löhne und alles wird genau nach Vorschrift gemacht“. Auch ist ihr aufgefallen, dass es hier viele Vereine und Feste gibt und die Deutschen sehr hilfsbereit sind. Dass es in Deutschland „sehr viel Ordnung“ gibt, gefällt ihr. Aber dass man auch für Regenwasser Steuern bezahlen muss, findet sie dann doch ein wenig komisch. Gut findet sie, dass hier die Mitarbeitenden in sozialen Einrichtungen gute Ausbildungen haben.

FSJ'ler aus sechs verschiedenen Ländern
In den Einrichtungen der Stiftung Haus Lindenhof arbeiten derzeit acht Freiwilligendienstleistende, die über die Internationalen Freiwilligendienste vermittelt wurden. Die jungen Erwachsenen kommen aus verschiedenen Ländern Europas, aus Russland, der Ukraine aber auch aus Afrika. „Wir wollen sie dabei unterstützen sich schnell und gut in ihrer neuen Umgebung einzugewöhnen. Sprache ist dabei ein wichtiger Schlüssel“, sagt Christine Dolderer de Huaylinos, sie koordiniert das Projekt und begleitet die jungen Leute.

Die Veronika-Stiftung hilft
Mit Hilfe der Veronika Stiftung können ihre Sprachkurse finanziert und sie auch individuell unterstützt werden.


Zu den Fotos:

Veronika Zhylinska aus der Ukraine im Gespräch mit Heilpädagogin Christine Dolderer de Huaylinos, die die Freiwilligendienstleistenden auf dem Lindenhof begleitet und unterstützt.

Veronika Zhylinska mit Matthias Link und Thomas Veit, zwei Bewohnern „ihrer Wohngruppe im Haus Gabriel.

Sina Rota und Veronika Zhylinska arbeiteten beide als FSJ’lerinnen auf der Wohngruppe im Haus Gabriel zusammen. Ihr Fazit: „die Freiwilligendienstleistenden der Internationalen Freiwilligendienste sind eine tolle Bereicherung, man lernt so viel voneinander.“

Am ersten September war wieder für viele neue Freiwilligendienstleistende der Arbeitsbeginn in den Einrichtungen der Stiftung Haus Lindenhof. Auch bei den Neuen sind wieder acht junge Menschen dabei, die über die Internationalen Freiwilligendienste der Initiative Christen für Europa e.V. (ICE) zur Stiftung kamen. Von links nach rechts:
Bence Grozs aus Ungarn, Ruben Barosso Cotrina und Sandra Nunez Piris  aus Spanien, Ekaterina Krikova aus Russland, Akbar Khassengaliyev aus Kasachstan , Svetlana Panzhenskaia aus Russland, Adjo Brigitte Klutse aus Togo und Elena Skiba ebenfalls aus Russland. Die Ukrainerin Kateryna Skakun, hat ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) auf 18 Monate verlängert und hilft jetzt mit, dass die  „Neuen“ in den Éinrichtungen der Stiftung gut starten können.

 



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