MdB Roderich Kiesewetter besucht die Stiftung Haus Lindenhof

erfasst/geändert am 05.12.2019
Die Situation und Entwicklung in der Pflege ist ein aktuelles und brisantes Thema, an dem momentan intensiv gearbeitet wird. Grund genug, dass sich Roderich Kiesewetter, MdB der CDU/CSU Fraktion, vor Ort bei den Pflegexperten in der Region informierte.
MdB Roderich Kiesewetter besucht die Stiftung Haus Lindenhof

Mehr als zwei Stunden fand ein intensiver Austausch zwischen Kiesewetter und Hermann Staiber und Clemens Wochner-Luikh, Vorstand und Bereichsleiter der Stiftung Haus Lindenhof, statt.
Die Fachleute Staiber und Wochner-Luikh machten deutlich, dass die aktuellen Innovationen und Gesetzesänderungen in der Pflege sich z.B. in der Landesheimbauverordnung (LHBVO) niederschlagen. Allein deswegen wird die Stiftung Haus Lindenhof in den nächsten Jahren 13 bis 14 Millionen Euro investieren, um die Häuser der Altenpflege den Anpassungen und Vorgaben der LHBVO entsprechend umzubauen. Durch den vorgeschriebenen Abbau von Doppelzimmern, gehen dabei, trotz steigender Nachfrage, sogar Pflegeplätze verloren.


Diese Innovationen schlagen sich aber auch in den Pflegekosten nieder. Deswegen begrüßen Staiber und Wochner-Luikh die Initiative, die Kostenübernahme für die Pflegebedürftige durch Gesetzesvorgaben zu begrenzen und die Mehrkosten vielmehr durch die Pflegekassen zu finanzieren. Bereits jetzt benötigen ca. 30% der Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime Sozialhilfe, da ihre Rente nicht ausreicht.
Unabhängig von den baulichen Investitionen ist die Gewinnung und Ausbildung von Pflegefachkräften die zweite große Herausforderung für die Altenpflege. Die katholischen Arbeitgeber der Caritas sind hierbei viel besser als der Ruf der Branche. Auch die Stiftung Haus Lindenhof bezahlt nach dem Caritas-Tarif, der an der Spitze der Pflege-Branche liegt. Die Pflegefachleute verdienen bei der Stiftung Haus Lindenhof bereits in der Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr mehr als das Doppelte des geplanten Mindest-Ausbildungslohns! Das jährliche Bruttogehalt von Pflegefachkräften der Altenhilfe beträgt hierbei bis zu rund 47.000 €, ohne Zeitzuschläge.


Staiber und Wochner-Luikh betonen, dass die Stiftung Haus Lindenhof auch sonst ein guter Arbeitgeber sei. Zusätzlich zum soliden Tarif-Gehalt werden monatliche Beiträge an die Zusatzversorgungskasse abgeführt, was später die Rente aufbessert. Darüber hinaus werden auch die Arbeitszeiten an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden ausgerichtet, auf persönliche Veränderungen wird Rücksicht genommen. Viele Themen, die jetzt erst vom Gesetzgeber aufgebracht werden, seien bei der Stiftung bereits umgesetzt.


Die Fachleute der Stiftung Haus Lindenhof setzen sich für einen sozialen Pflichtdienst ein. Damit könnten noch mehr junge Menschen als bisher an die sozialen Berufe herangeführt werden und diese in ihrer Vielfalt, Lebensbejahung und Werteorientierung kennenlernen.
In diesem offenen und aufschlussreichen Gespräch konnte Kiesewetter sich umfassend über die Situation der Pflege informieren. Die Zahl der Pflegebedürftigen werde bis 2030 in ganz Deutschland um ca. 50 Prozent steigen. Das Bundesministerium für Gesundheit möchte die Pflege in Deutschland spürbar besser machen. Schritt für Schritt wird an konkreten Verbesserungen für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Pflegepersonal gearbeitet. Durch verschiedene Maßnahmen soll die Attraktivität der Pflegeberufe deutlich erhöht werden, damit sich die Pflege im Wettbewerb mit anderen Branchen um die Gewinnung von Fachkräften durchsetzen kann. Unter diese Maßnahmen fallen z.B. die Verbesserungen in der Pflegeausbildung, das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz und die Konzertierte Aktion Pflege. Ansätze wie die der Stiftung Haus Lindenhof seien hierbei zu begrüßen. Wichtig sei aber, dass Pflege langfristig bezahlbar bleibt. Hierfür wolle sich Kiesewetter weiterhin einsetzen.



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